Hochspannungsbeeinflussung

Der Begriff „Hochspannungsbeeinflussung“ wird als ein Sammelbegriff für die elektromagnetische Beeinflussungen von Rohrleitungen und Telekommunikationsanlagen (TK-Anlagen) durch Hochspannungs-Drehstromanlagen und Wechselstrom-Bahnanlagen verwendet. Die Hochspannungsbeeinflussung hat eingekoppelte Wechselspannungen in Rohrleitungen zur Folge, welche sich in der Nähe von Hoch-spannungsanlagen befinden. Die Einkopplung der Wechselspannung kann auf drei unterschiedliche Beeinflussungsarten zurückgeführt werden.

Hinsichtlich der eingekoppelten Wechselspannung muss einerseits die Einhaltung des Personen- und Anlagenschutzes und andererseits die Wechselstromkorrosionsgefährdung bewertet werden. Zur Sicherstellung des Personen- und Anlagenschutzes werden im Wesentlichen die geltenden Regeln der Technik in Form der DIN EN 50443 und das anzuwendende DVGW-Arbeitsblatt GW 22-1 bis GW 22-5 (textgleich mit AfK-Empfehlung Nr. 3-1 herangezogen. Die Reduzierung der Wechselstromkorrosionsgefährdung erfolgt unter Berücksichtigung der Belange des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) gemäß dem DVGW-Arbeitsblatt GW 28 und dessen Beiblatt GW 28 B1.